Hannoverscher Sport Club von 1893 e.V. -Handball - - 2. Damen - TSV Bemerode : Hannoverscher SC 2 17:21 (Halbzeit 9:12)

2. Damen - TSV Bemerode : Hannoverscher SC 2 17:21 (Halbzeit 9:12)

2. Damen - TSV Bemerode : Hannoverscher SC 2 17:21 (Halbzeit 9:12)

Im Spitzenspiel zurück zu alter Stärke gefunden und Tabellenspitze erobert

Gänsehaut pur (sogar schon in der Aufwärmphase) ... Es war jederzeit zu spüren, dass diesem Spiel eine besondere Bedeutung zukam, die Weichen für den restlichen Verlauf der Saison und für das Erreichen des Projektziels gestellt werden konnten.

Gegen Bemerode, vor dem Spiel punktgleich mit dem HSC, auf Grund des direkten Vergleichs (Hinspiel hatte Bemerode mit 20:17 gewonnen) Tabellenführer, wollten die HSCerinnen Revanche für die Heimspielniederlage im Oktober 2011 nehmen und unbedingt gewinnen.

Es war allen klar, wer dieses Spiel gewinnt, hat alles in der eigenen Hand, ist auf keinerlei Mithilfe angewiesen, um auch am Ende der Saison ganz oben zu stehen.

Den absoluten Siegeswillen spürte man dann auch von der ersten Sekunde an, da wollte jede zeigen, dass selbst die Faschingsfete des HSC am Abend zuvor keine negativen Spuren hinterlassen hatte, alle fit und munter, selbst nach einer eher kurzen Nacht, auf der Platte standen.

Und siehe da:

Was in den letzten Wochen oft im Spiel der HSCerinnen fehlte, Spielfreude, konzentrierter Angriffshandball mit Spielzügen, mannschaftliche Geschlossenheit, war plötzlich wieder da… alles unter voller Spannung aber dennoch mit der erforderlichen Lockerheit, ohne Krampf und Verbissenheit.

So lief der Angriff sehr gut an, der so auch der anfangs schwächelnden Torfrau und einer noch nicht ganz abgestimmten, insbesondere auf die trickreiche Charlin Klemens (Nr. 3 von Bemerode) eingestellten Abwehrreihe half, die Partie ausgeglichen zu gestalten und in Ruhe die verständliche Nervosität abzulegen, so step by step ins Spiel zu kommen.

Gelungene Konter, erfolgreich abgeschlossene Spielzüge… das Selbstvertrauen wuchs und wuchs… und so konnte man sich im letzten Drittel der ersten Halbzeit - nach einem zwischenzeitlichen 3-Tore-Rückstand – über ein 8:8 bis zur Pause sogar einen 3-Tore-Vorsprung (12:9) herausspielen.

Nach der Pause wurde mit der noch in der 1. Hälfte umgestellten Abwehrformation (5:1) so gut verdichtet, dass man Bemerodes rechte Angriffsseite nahezu komplett ausschalten konnte.

Und selbst, wenn die Gastgeberinnen nochmal auf 15:15 herankamen, spürte man doch, dass die HSCerinnen an diesem Tage den entscheidenden Tuck mehr Biß hatten, immer eine Schippe drauflegen konnten, die richtige Antwort fanden und dem Sieg immer einen Schritt näher waren.

Beim 17:20 aus Bemeroder Sicht war dann 30 Sekunden vor Schluss auch alles klar, die zwei Punkte für den HSC waren eingefahren…. aber es gab noch das „I-Tüpfelchen“:

5 Sekunden vor dem Abpfiff, konnte ein schöner Spielzug über Linksaußen von Manuela Krause frech mit einem Billiardtor (lang-rinks-oben an den Pfosten und dann über Eck links ins Netz) abgeschlossen werden.

Die erfreuliche Konsequenz aus diesem last-second-Tor wurde aber erst etliche Minuten nach dem Abpfiff realisiert:

Denn damit ist jetzt auch der direkte Vergleich zugunsten der HSCerinnen zu verbuchen.

In den verbleiben 5 Spielen (3x auswärts!!!) gegen

-        Garbsen (H)

-        Herrenhausen (A)

-        Badenstedt (A)

-        HSC 3 (H)

-        Osterwald (A)

hat es das Team jetzt selber in der Hand, nichts mehr anbrennen zu lassen.