1. Damen – MTV Post Eintracht Celle : Hannoverscher SC 33:33 (17:16)
HSC holt einen Punkt in Celle und geht als gefühlter Gewinner vom Platz
Nach einer zweiten und überzeugenden Halbzeit mit dem Sieg gegen die HSG Badenstedt, stand am vergangenen Sonntag dem HSC in Celle eine wesentlich stärkere Herausforderung gegenüber. Wieder war eine zusätzliche Leistungssteigerung nötig, um gegen den diesen Gegner zu bestehen.
Die Mannschaft des Hannoverschen SC fand überraschend gut ins Spiel und schien nahtlos an Halbzeit zwei des Badenstedt-Spiels anzuknüpfen. Das Hineinkommen ins Spiel, das dem HSC oft große Probleme zu bereiten schien, war diesmal nicht zu erkennen. Schnell ging das Team aus Hannover in Führung und konnte diese auch mit zeitweise vier Toren behaupten. Ab der zwanzigsten Minute fand jedoch Celle zurück ins Spiel, erzielte Tor um Tor und so schließlich auch den Ausgleich und die Führung zum Halbzeitstand von 17:16.
Die zweite Halbzeit glich der ersten, nur mit vertauschten Rollen. Nun war es Post-Eintracht die ihre Führung ausbaute, das Spiel drehte und zwischenzeitlich mit fünf Toren Abstand schon fast uneinholbar schien. Nach einem Torwartwechsel in der 40. Minute war es allein Larissa Gieselmann zu verdanken, dass der Vorsprung nicht noch größer ausfiel. Die Partie schien fast verloren, als Spielführerin Karina Heinze und Karin Keweloh in der 50. Minute die Verantwortung übernahmen und gewillt waren, sich nicht mit einer Niederlage abzufinden. Innerhalb von zehn Minuten gelang es dem Hannoverschen SC, das Spiel noch einmal zu drehen. Tor um Tor schmolz der Vorsprung der Celler Mannschaft dahin. Eine Minute vor Schluss konnte dann der Ausgleich erzielt werden und wacker verteidigt werden. Aufgrund einer Zeitstrafe spielte der HSC mit fünf Spielerinnen gegen sechs, zum Schluss sogar gegen sieben Eintracht Spielerinnen. Aber Celle konnte diesen Vorteil nicht mehr nutzen; der HSC hielt den Punkt als Mannschaft fest. 33:33 lautete der Endstand mit dem der HSC sehr zufrieden sein konnte.
Beste Werferin beim Hannoverschen SC: Karin Keweloh (6) und Karina Heinze (5)
Fazit: Eine Steigerung zum Badenstedt-Spiel war nötig, eine Steigerung erneut klar zu erkennen, und die Mannschaft bestätigte die guten Leistungen der vergangenen Wochen. Zwei Mankos wurden abgelegt: der Hannoversche SC war vom Spielbeginn an präsent und das Team erkämpfte sich nach einem fünf Tore-Rückstand wieder ins Spiel. Das wurde zum Schluss mit einem Punkt belohnt. Die Formkurve geht also nach oben und wird sicherlich auch noch weiter steigen, zumal es die Mannschaft langsam schafft, gemeinsam zu arbeiten. Auch das Zusammenspiel, die Automatismen spielen sich langsam ein und zeigen die Früchte einer guten Trainerarbeit. Wichtig ist es nun, zu einer Konstanz über das gesamte Spiel zu finden.
Am kommenden Wochenende trifft der Hannoversche SC als klarer Außenseiter gegen den ungeschlagenen Tabellenführer MTV Rohrsen an. Hier kann der HSC frei aufspielen, weil es nichts zu verlieren gibt und wer weiß, vielleicht gelingt es als Team erstmals, Rohrsen ein kleines Bein zu stellen. Wichtig ist, dass der Schwung der letzten Spiele mitgenommen wird und alle weiter an sich und im Training arbeiten. Die Mannschaft befindet sich auf einem guten Weg und noch lange nicht am Ende ihrer Möglichkeiten. Mit der momentanen Entwicklung können aber alle – Trainer, Verantwortliche, aber auch die Spielerinnen und Zuschauer zufrieden sein.