Hannoverscher Sport Club von 1893 e.V. -Handball - - 1. Damen – Hannoverscher SC : HV Lüneburg 26:24

1. Damen – Hannoverscher SC : HV Lüneburg 26:24

1. Damen – Hannoverscher SC : HV Lüneburg 26:24
HSC holt unerwartete Punkte gegen den Tabellen-Vierten

Weder Schönrederei noch Erklärungen halfen nach dem enttäuschenden Auftritt der Damen gegen Garssen Celle II. Vielmehr stand die Mannschaft in der Verantwortung, etwas wieder gut zu machen. Ließ der Hannoversche SC doch letzte Woche alles so positiv Vermerkte der letzten Monate vermissen. Dass mit dem Tabellen-Vierten aus Lüneburg nun nicht unbedingt ein Gegner in die eigene Halle kam, der auf zweite Punkte hoffen ließ, erschwerte die ganze Sache. Allerdings muss auch angemerkt werden, dass unter der Regie von Co-Trainerin Kerstin Wagner der HSC im Hinspiel gegen Lüneburg lange führte und im Grunde erst in der Schlussminute einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand gab.

Der Hannoversche SC kam erstaunlich gut in die Partie. Vom verzweifelten Auftreten gegen Celle war keine Spur mehr zu sehen. Vielmehr schien der Gastgeber das zu zeigen, was ihn die letzten Monate ausmachte; dass man nämlich aus einer geschlossenen Abwehr zum Erfolg kommen kann. Unter der Regie von Meike Rösemann konnte der HSC schnell in Führung gehen und es gelang, diese sogar zu behaupten und zwischenzeitlich auf vier Tore auszubauen. Über Außen wurde das Tempo im Spiel hoch gehalten und Mirja Maassen bewies ein übers andere Mal ihre Qualitäten im Abschluss. Verdient ging der HSC mit einer Führung in die Halbzeitpause. Lüneburg war ein Gegner auf Augenhöhe; die Frage war nur, wie der Gegner aus der Halbzeitpause kam und ob die eigenen Kräfte sowie die Konzentration auch für die zweiten dreißig Minuten reichen würden.

Diese Fragen waren zum Beginn der zweiten Halbzeit schnell geklärt. Der HSC spielte konzentriert so weiter, wie es in der ersten Halbzeit begonnen hatte. Mittlerweile hatte Moira Quedenbaum, wie schon zum Schluss der ersten Halbzeit, die Mitteposition übernommen. Unter ihr schien der Hannoversche SC den Gegner aus Lüneburg förmlich überrollen zu wollen. Der HSC zeigte, welche Qualität in der Mannschaft steckt, und führte zur Mitte der zweiten Halbzeit sogar mit zehn Toren gegen einen nun ideenlosen und überforderten Gegner. Zeit für die Trainer, allen Spielern Einsatzmöglichkeiten zu geben. So wurde die Mannschaft noch einmal umgestellt, es bot sich endlich mal die Gelegenheit, etwas zu „experimentieren“. Letztlich gewinnt der HSC 26:24 vermeintlich knapp, jedoch in einem Spiel, in dem auf Grund der zweiten Halbzeit ein Sieg nie in Gefahr war.

Beste Werferinnen für den Hannoverschen SC: Mirja Maassen (9) und Moira Quedenbaum (5)

Fazit: Ohne groß darüber zu reden, bewies die Mannschaft des Hannoverschen SC heute Moral. Das Wort Wiedergutmachung fiel zwar zu keinem Zeitpunkt, war aber deutlich durch die Leistung der Spielerinnen zu erkennen. Vor allem wollte sich jedoch die Mannschaft selber beweisen, dass sie zu mehr in der Lage war als vergangene Woche gegen Celle. Das ist ihr ohne Zweifel gelungen und zwar obwohl Vanessa Bastek und Julia Struß den Trainern in dieser Woche nicht zur Verfügung standen. Sicher könnten jetzt auch noch einige Schwachpunkte genannt werden, dieses erspare ich mir aber aufgrund des tollen Ergebnisses. Der Sieg und die damit verbundenen Punkte waren so bestimmt nicht eingeplant, werden aber dankend angenommen. Verbucht man das Spiel gegen Celle als Ausrutscher, so macht der HSC erneut einen wichtigen Schritt nach vorne und beweist, dass er in der Lage ist, auch gegen eine der Spitzenmannschaften in der Liga zu bestehen. Besonders die Leistung von Moira Quedenbaum muss hervor gehoben werden, bei der eine deutliche Leistungssteigerung sowie spielerische Weiterentwicklung über die letzten Monate zu erkennen ist. Die gesamt Leistung gilt es nun am kommenden Wochenende gegen Heidmark zu bestätigen. Das wird nicht leicht sein, da Heidmark als eine äußerst heimstarke Mannschaft bekannt ist. Sollte es der HSC-Mannschaft jedoch gelingen, ähnlich geschlossen wie gegen Lüneburg aufzutreten, so ist ein Auswärtssieg sicher möglich; zumal die fehlenden Bastek und Struß dann wieder der Mannschaft zur Verfügung stehen.