1. Herren – Spielbericht: Hannoverscher SC – TuS Vinnhorst 30:26 (16:12)

Nach gerademal einem Punkt aus den ersten zwei Partien der Rückrunde war der Druck hoch, dieses Heimspiel für uns zu entscheiden. Doch die Vorzeichen waren denkbar schlecht. Waren wir in der letzten Partie noch ersatzgeschwächt, so waren wir in diesem Spiel quasi ersatzlos. Mit dankenswerter Verstärkung durch Ruben Jentsch aus unserer zweiten Herrenmannschaft bekamen wir immerhin neun halbwegs gesunde Feldspieler und einen Torwart auf den Spielberichtsbogen.

 Um mit wenigen Wechselmöglichkeiten gewinnen zu können, braucht es umso mehr Durchhaltevermögen und Kampfgeist und unseren Spieler hätten beides nicht besser unter Beweis stellen können. Von Anfang an nahm unsere Abwehr engagiert die Zweikämpfe an, während wir im Angriff mutig in die Lücken stürmten und gute Wurfmöglichkeiten herausspielten. Doch zunächst trug unsere Arbeit wenig Früchte. Bis zur 17. Minute (8:8) blieb es eine knappe Partie. Dann aber gelang uns ein Lauf. Insbesondere durch mehrere Tempogegenstöße konnten wir uns über 11:8 (21. Minute) und 15:9 (25. Minute) einen ersten deutlichen Vorsprung erspielen, der allerdings bis zum Pausenstand von 16:12 nochmal etwas schmolz.

 Die zunehmende Erschöpfung ignorierend, warfen wir uns auch im zweiten Durchgang von Beginn an unverdrossen ins Spielgeschehen, angefeuert von einem tollen Publikum, und es sollte sich auszahlen. Über 20:14 (36. Minute) und 24:16 (42. Minute) konnten wir uns immer weiter absetzen und es schien sich eine frühe Entscheidung anzubahnen. Unsere Gäste gaben sich aber nicht geschlagen, so dass bei uns trotz stabilem Vorsprung keine Sicherheit aufkommen wollte. Zu Beginn der 56. Minute, beim Stand von 27:21, nahm Vinnhorst nochmal eine Auszeit. Angesichts der Führung und der verbleibenden Spielzeit hätte die Partie entschieden sein müssen. Doch das alte HSC-Trauma, so einen Vorsprung noch zu verspielen, wie zuletzt zwei Spiele zuvor gegen SG Börde Handball II, spukte in unseren Köpfen und beinahe hätte sich die Geschichte wiederholt. Eine spürbare Nervosität unsererseits führte zu einfachen Ballverlusten und unsere Gäste konnten folgend in nur drei Minuten auf 27:25 (59. Minute) verkürzen. Zu unserem Glück ließen sie sich aber im letzten Moment von unseren leichten technischen Fehlern anstecken, so dass wir ihre Unkonzentriertheiten nutzen konnten, um uns schließlich mit 30:26 die hart erkämpften Punkte zu sichern.

 Es spielten: Claas de Boer im Tor; Dennis Heinrich (5), Ruben Jentsch, Janis Kather (5), Patrik Klein (5), Lennart Ramberg (3), Lukas Riegel (8/3), Marc Schmidt (2), Tobias Schöttelndreier (1), Sören Wendt (1)

 Nach diesem Spiel wäre es unangemessen gewesen, die Leistung einzelne Spieler hervorzuheben, denn alle haben eine tolle kämpferische Leistung gezeigt und ihren Teil zu diesem Punktgewinn beigetragen. Der Sieg war sicherlich verdient und hätte vielleicht sogar höher ausfallen können. Zugute kam uns dabei das für die kleberverwöhnten Vinnhorster ungewohnte Haftmittelverbot sowie einzelne Schiedsrichterentscheidungen zu unseren Gunsten, die sich aber durch fragliche Zeitstrafen gegen uns in der Schlussphase des Spiels wieder ausglichen. Mit den Punkten haben wir unsere Tabellenposition nochmal etwas gefestigt, bevor in den nächsten Wochen schwere Partien anstehen, beginnend mit einem Auswärtsspiel in Himmelsthür.

Nächstes Spiel: So., 24.02.19 / 17.00h – Jahnstraße, 31137 Hildesheim

 

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