2. Herren versucht’s mal ohne Abwehr

Was hatte die zweite Herren doch in der jüngeren Vergangenheit fast schon gebetsmühlenartig immer und immer wieder die personellen Engpässe beklagen müssen. Wie oft stellte sich die Mannschaft, ob der mangelnden Alternativen, in der vergangenen Saison fast von alleine auf; mussten nicht bei manchen Begegnungen gar ein Torhüter oder der Trainer als Feldspieler agieren. All dies war letztes Wochenende beim Heimspiel gegen die TKJ Sarstedt vergessen. Endlich waren alle Urlauber zurückgekehrt, waren keine Verletzten zu beklagen und musste niemand arbeitsbedingt passen. Endlich schlug sich die große Trainingsbeteiligung auch auf dem Spielberichtsbogen nieder. Endlich waren alle Positionen mehrfach besetzt. Gleich so voll war der Kader, dass in Fabian Könemann und Kai Guschewski zwei Spieler aussetzen mussten. Toll, dass sich die zwei trotzdem als Unterstützer von der Bank in den Dienst der Mannschaft stellten. Mit diesen idealen personellen Vorraussetzungen und der großartigen Unterstützung durch das Publikum – und dabei im Speziellen der ersten und zweiten Damen und der ersten Herren – war eigentlich alles angerichtet für einen perfekten Handballsonntag. Dennoch musste man sich am Ende mit 35:40 geschlagen geben und das hatte sich die Zwote größtenteils selbst zuzuschreiben.

Mit der Formation (von li.) Jentsch, Birke, Schubert, Zur Kammer, Thies und Schulte, sowie Andre Heike im Tor starteten wir in die Partie. Es folgte ein klassischer Fehlstart. Im Angriff spielte man konzeptlos und in der Defensive fehlte der Zugriff auf die schnellen und wendigen Rückraumspieler aus Sarstedt. Schnell lag man mit 0:4 hinten, ehe Christoph Schubert endlich der erste Treffer für die Heimmannschaft gelang. Doch trotz des nun leicht verbesserten Angriffsspiels, präsentierte man sich hinten weiterhin als guter Gastgeber und lud die Sarstedter zum munteren Scheibenschießen ein. Wieder und wieder kamen diese über den Kreis oder starkes Abräumen zu einfachen Toren von sechs Metern. Coach Aydin reagierte nun und brachte in Jakob Warlich und Lukas Brauer zwei neue Kräfte. In den nun folgenden besten zehn Minuten des HSC, gelang es kontinuierlich aus einem vier-Tore-Rückstand eine eigene zwei-Tore-Führung zu erspielen. Doch die Probleme in der Abwehr blieben weiterhin gravierend. Speziell das seitliche Verschieben wurde teilweise eklatant ignoriert und den Gästen gelang so, trotz des ihrerseits kleinen Kaders, das Spiel noch vor der Pause erneut zu drehen. Halbzeitstand 15:17.

Nach der Pause versuchte sich im Rückraum die Formation Schubert, Polkowski, Zur Kammer doch die Probleme in der Defensive blieben die alten. Anstelle einer Aufholjagd, setzten sich die Sarstedter von Wiederbeginn an ab und erarbeiteten sich einen für sie beruhigenden Vorsprung zwischen drei und fünf Toren. Auch das Angriffsspiel des HSC war in dieser Phase zu lethargisch. Zehn Minuten vor Schluss, beim Stande von 26:31, war die Partie gelaufen. Coach Aydin versuchte noch einmal mit einer Auszeit und der Umstellung des Rückraums auf die Formation Birke, Warlich, Brauer eine Wende einzuleiten. Doch drei aufeinanderfolgende Zeitstrafen zwangen den Gastgeber dazu, die Schlussphase fast durchgehend in Unterzahl gestalten zu müssen. Ein Aufbäumen wurde so im Keime erstickt.

Unterm Strich steht eine verdiente Niederlage, die vor allem auf die enttäuschende Defensivleistung zurückzuführen ist. Hier gilt es im Training die entscheidenden Reize zu setzen, denn kommendes Wochenende wartet mit der dritten Mannschaft aus Anderten gleich der nächste dicke Brocken. Positiv zu erwähnen sind die Debüts der Neuzugänge Kai Bossen und Norman Blanken, dem in seinem ersten Spiel, gleich seine ersten beiden Treffer für den HSC gelangen.

An dieser Stelle sei noch einmal ein großer Dank an die falbelhafte Unterstützung durch HSC’ler im Publikum ausgerichtet. Obwohl das Ergebnis und die Leistung nicht gestimmt haben, wurde bis zum Schluss angefeuert. Das ist gelebter Vereinszusammenhalt. Danke.

 

Es spielten: Wiesner, Heike (TW); Schubert (4), Birke (7), Warlich (3), Bossen, Schulte (5), Thies (1), Blanken (2), Brauer (2), Zur Kammer (4), Jentsch (4), Polkowski (1), Jordan (2)

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